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Das Geiselweid, ein schreckliches Schwimmbad

Heute waren wir im Geiselweid schwimmen, nach langer Zeit, denn ich mag dieses Schwimmbad nicht, und nun weiss ich wieder einmal warum. Es liegt nicht nur an den mangelnden Parkplätzen, die man erst noch im Voraus bezahlen muss, als ob man wüsste, wie lange man bleiben will. Am Sonntag ist ja wenigstens die blaue Zone frei. Nein, heute begann es damit, dass mich eine genervt wirkende Verkäuferin beim Billetkauf darauf aufmerksam machte, dass sie um sechs Uhr schliessen. Das fängt ja gut an; ein Hallenbad, das einzige einer Grossstadt, das mitten im Winter am Sonntag schon um sechs Uhr schliesst. Das passt irgendwie zu einer Stadt, wo in der Altstadt werktags bereits ab halb sieben Uhr tote Hose herrscht. Nun gut, länger wollten wir auch nicht bleiben. Doch schafft es das Schwimmbad nicht einmal, seine Anlagen, namentlich die Sprungtürme dauerhaft offen zu halten: An der Wand hingen krakenartige Schwimminseln, die ich noch nie im Wasser gesehen habe. Ein Einmeter-, beide Dreimeter- und der Fünfmeterturm waren gesperrt. Einzig ein Einmeterbrett war noch offen. Doch das sollte nicht allzulange so bleiben. Offenbar heisst im Geiselweid: «Wir schliessen um sechs Uhr», dass dann im ganzen Betrieb die Lichter gelöscht werden. Die Badenden werden schon viel früher rausgeekelt. Das begann um viertel nach fünf, als auch noch das letzte Sprungbrett geschlossen wurde. Fünf Minuten darauf folgte die Rutschbahn. Das Bad begann sich zu leeren. Und wer es wagte um viertel vor sechs noch zu schwimmen, um die letzten Runden bis sechs Uhr zu geniessen, wurde vom gestrengen Bademeister rausgeschrien.

Es ist eine Schande, dass es in Winterthur nur ein einziges Hallenbad gibt, und dieses dann noch unter offensichtlich mangelhafter Führung leidet. Bei dem Steuerfuss, den die Hundertauseneinwohnerstadt verlangt, sollte man mehr erwarten dürfen. Ich jedenfalls werde künftig lieber wieder in den Säntispark pilgern.