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DVD Erstellung unter Linux

Videos von der Kamera auf den Computer holen

Ich kenne vier Methoden, wie man von einer digitalen DV Video Kamera Filme auf die Festplatte übernehmen kann: mit dvgrab, kino, Main Actor und cinelerra. Ich bevorzuge dvgrab, weil man das Programm ohne grossen Ballast in der Kommandozeile starten kann. Ich habe mir eine grosse Festplatte von 250GB gekauft und all meine Videos gespeichert:

  • Kamera mit einem IEEE1394 FireWire i.Link Kabel am Computer anschliessen
  • Kassette einlegen und zurückspulen
  • Kamera im Abspielmodus einschalten
  • Aufnahme starten mit dem Kommando:
    dvgrab –format dv2 –opendml –autosplit –timestamp prefix
  • Die Aufnahmesequenzen liegen im aktuellen Verzeichnis

Video schneiden und bearbeiten

Es gibt mindestens vier Möglichkeiten, wie man Videos schneiden und bearbeiten kann: mit avidemux2, kino, Main Actor und cinelerra. Ich bevorzuge avidemux2 für Fernsehaufnahmen, weil man nur schneiden kann, kino für einfache Schnitte mit wenigen Effekten und Main Actor für ausgefeilte Effekte und tolle Überblendungen. Main Actor ist leider nicht besonders stabil, nach meiner Auffassung aber stabiler als cinelerra, und vor allem einfacher zu bedienen. Main Actor ist sehr intuitiv. Ein Problem ist die Tatsache, dass das Dateiformat binär und proprietär ist, und dass man keine Dateien über 2GB bearbeiten oder erzeugen kann. Dann erzeugt man einfach mehrere kleinere Dateien und fügt sie mit kino wieder zusammen. Main Actor, kino und avidemux2 («Save as DVD PS») können direkt ins DVD Videoformat exportieren. Von cinelerra weiss ich das nicht.

Videosequenzen mit PovRay erzeugen

PovRay ist ein Programm, dass 3D Szenenbeschreibungen einliest und Bilder daraus generiert. Dies kann man sehr gut gebrauchen, um DVD Titelbilder oder Einfühungssequenzen zu generieren. Ein einfaches praktisches Beispiel:

  • Wir erzegen eine Datei demo.pov:
    #include «colors.inc» 
    #include «golds.inc» 
    #include «stones.inc» 
    background {Black} 
    camera {location -5*z look_at 0 right 720/576*x} 
    light_source {<-10,10,-10> White} 
    union {
      text {
        ttf «timrom.ttf» «PovRay» 1, 0 
        texture {T_Gold_3B} translate <-1.5,0,-1.5> 
      } 
      box {-1, 1 texture {T_Stone8}} 
      rotate clock*360 
    }
  • Nun rendern wir diese Szene mit 99 Einzelbildern in DVD PAL Qualität:
    povray +W720 +H576 +Q9 +QR +A0.3 +Idemo.pov +Odemo +KFF99
  • Wenn wir wollen können wir eine GIF-Animation erzugen, dafür sollte man aber die Grösse beim rendern um etwa den Faktor vier verkleinern (+W180 +H144 +KC):
    convert -delay 4 -loop 0 demo??.png demo.gif
  • Nun kann man die Bilder im DVD Format in eine MPEG 2 Video Datei wandeln:
    png2yuv -j demo%02d.png -f 25 -I p -L 0 -b 1 | mpeg2enc -f 8 -o demo.m2v
  • Das einzige, was jetzt noch fehlt, ist die Musik, die man z.B. aus einer mp2 Datei dazu mischen kann, mit:
    tcmplex -m d -i demo.m2v -p musik.mpa -o demo.mpg
  • Das Resultat ist eine vier-sekündige Video Sequenz, die man mit dem mplayer betrachten kann.

Eine Diashow erzeugen

Muss noch geschrieben werden

Eine Video DVD zusammenstellen

Muss noch geschrieben werden

Eine Video DVD brennen

Muss noch geschrieben werden

  1. Add the movie to the image:
    dvdauthor -o img dvd-Moviename.mpg
  2. After adding all movies, generate the title:
    dvdauthor -o img -T
  3. Now burn the image:
    growisofs -speed=1 -dvd-compat -Z /dev/dvdrecorder -dvd-video -udf img
  4. Cleanup:
    rm -r img dvd-Moviename.mpg

DVDs vom Fernseher aufnehmen

Videos können gut aufgenommen werden mit meinem Videorekorder.

Die Filme kann man mit avidemux2 zurecht schneiden und die Werbung entfernen. Mit den Knöpfen A und B kann man den Anfang und das Ende eines Bereichs markieren, den man mit der Taste Del löschen kann. Zum speichern muss man «Save as DVD PS» wählen. Wenn sich irgendwelche Probleme ergeben, muss man die Videodatei vielleicht mit dvb-mplex -t DVD -o dvd-film.mpg film.mpg neu multiplexen. Das dauert, ist aber nicht mit einem Qualitätsverlust verbunden. Man muss es auch tun, wenn man den Film brennen will, ohne avidemux2 zu verwenden.

Bevor man den Film brennen kann, muss man eine DVD Struktur erstellen, angenommen der gespeicherte Film heisst dvd-film.mpg:

  • Ein DVD-Struktur mit dem Film erzeugen (dieser Schritt kann für mehrere Filme wiederholt werden):
    dvdauthor -o img dvd-film.mpg
  • Einen Titel hinzufügen:
    dvdauthor -o img -T
  • Und endlich die DVD brennen:
    growisofs -dvd-compat -Z /dev/dvdrecorder -dvd-video img
  • Nun kann man noch aufräumen:
    rm -r img

Eine Video DVD kopieren

Alles was es braucht, um Video DVDs zu kopieren ist das Programm lxdvdrip.

Es werden weitere Programme von lxdvdrip benötigt, wie aus der Dokumentation hervor geht. Nicht alle Programme sind hier weiter beschrieben, z.B. streamdvd von http://www.badabum.de/streamdvd.html.

Wenn lxdvdrip nicht automatisch den Hauptfilm erkennt, um eine DVD zu kopieren, kann man mit lsdvd den Inhalt der DVD auslesen und den richtigen (längsten) Track lxdvdrip mit der Option -t und der richtigen Nummer angeben.

Neu empfehlenswert: k9copy

Einfach eine DVD nach MPEG-4/DIVX kopieren:

transcode -i /dev/dvd \
          -a 1 \
          -T 1,-1 \
          -y ffmpeg -F mpeg4 \
          -o Name_des_Films.mpg

Kopiert Tonspur 1 (default: 0, Option -a) und alle Kapitel der Videospur (Track) 1 (Option -T).

Man kann statt -y ffmpeg auch einen anderen Exportfilter angeben und dann -F mpeg4 weglassen. Eine Liste der Exportfilter zeigt (bei SuSE 10.3) ls /usr/lib/transcode/export_*.so.

Zurechtschneiden von schwarzen Balken:

transcode -i /dev/dvd \
          -a 1 \
          -T 1,-1 \
          -y ffmpeg -F mpeg4 \
          -Y 74,0,74 \
          -J preview \
          -o Name_des_Films.mpg

Damit werden oben und unten 74 Pixel schwarze Balken abgeschnitten (Wert mit pröbeln ermittelt, Option -Y). Zusätzlich wird ein Vorschaufenster angezeigt (Option -J). Das ist nützlich zur Kontrolle und zum pröbeln.

Mit anderen Werkzeugen, speziell DVD::Rip hatte ich das Problem, dass Ton und Bild nicht synchron waren. Mit obigem Kommando geht es. Das Problem war, dass zuerst beide Ströme geteilt und später wieder zusammengefügt wurden. Dabei wurden sie gegeneinander verschoben.

Die Kopierschutzproblematik

Leider sind komerzielle Videos mit einem Kopierschutzverfahren namens CSS geschützt. Aus diesem Grund kann man in der Standardinstallation eines Linuxsystems nicht einmal DVDs schauen. Um es dennoch zu können, braucht man einen Kopierschutzknacker namens «DeCSS». Da dieses Verfahren in einigen Ländern illegal ist, dürfen die Distributoren DeCSS nicht mitliefern. Am einfachsten erfolgt die Installation unter SuSE Linux mit «apt4rpm» von http://apt4rpm.sf.net. Einfach als Benutzer root auf der Kommandozeile die richtigen RPM Pakete für Deine Distribution installieren mit rpm -ivh «Pakete», dann die Datei /etc/apt/sources.list so anpassen, dass suser-rbos aus SuSE 8.2 in der Liste enthalten ist. Nun kann man nach einem apt update mit apt install MPlayer-suite sowohl den MPlayer, wie auch zugehörigen Pakete, inklusive DeCSS in einem Rutsch installieren. Man kann auf die gleiche Weise die meisten anderen Werkzeuge installieren oder auf den neuestem Stand bringen. Um eine nette grafische Oberfläche für apt zu erhalten, gib einfach apt install synaptic ein.

Ubuntu 7.07 Gutsy Gibbon

Repository anhängen:

echo "deb http://de.packages.medibuntu.org/ gutsy free non-free" | sudo tee -a /etc/apt/sources.list

Schlüssel installieren:

wget -q http://de.packages.medibuntu.org/medibuntu-key.gpg -O- | sudo apt-key add - && sudo apt-get update

Werkzeugliste

Im Abschnitt «Die Kopierschutzproblematik» steht, wie man unter RPM basierten Linux Distributionen wie SuSE oder RedHat am einfachsten Programme installieren und aktualisieren kann.

Diskussion

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